Nikolaus Schlierf: Evolution

Beschreibung / Description:

„Evolution“ heißt meine letzte Arbeit eine Performance mit einer loop station, die mit ganz leisen Natur Geräuschen beginnt und langsam durch Stimmeinsatz und immer mehr Materialien und dann weiter mit vielen verschiedenen Instrumenten bis zur artifiziellen Kunstmusik führt. Ein etwa 1 minütiger loop startend mit Luft und Wasser Geräuschen in das nach und nach stimmliche und animalische Laute zugefügt werden, sowie punktuell immer mehr verschiedenste Streich und Blas – Instrumente , Glockenspiel und Zimbeln und gegen Ende immer mehr Melodiefetzen (z.B.  Perotins „Viderunt Omnes“, F.Zappa, E. Morricone, E Karaindru) etc. ) die miteinander quasi „kontrapunktisch“ verknüpft werden. Nach gestufter Kulminierung mündet dies in einen Bordun  über den sich eine monologisierende Klage (Viola) erhebt. Diese uralte jiddische Melodie führt dann mit Hilfe von ObertonGesang ins vierstimmige Kunstlied von F.Silcher.

Die 4 verschiedenen Orte mit denen das Gesamt video zusammengefügt wurde zeichnen den Weg der Musik, der Natur vom Wald (Kiefernwald in Feldberg) in die Höhle (Keller des Reinhard Barby Hauses) unters Dach des R.B.Hauses und final in die St. AnnenKirche in Zepernick als Symbol für Kultur und Spiritualität.

Evolution findet immer an allen Orten gleichzeitig auf der Erde statt, in meinem Stück wächst alles zusammen, als Gleichnis von den Ursprüngen bündelt sich das Geschehen bis in die Hochkultur.

Biografie / Biography:

  • Nikolaus Schlierf *1969
  • Aufgewachsen im bayerischen Wald, erzogen bei den Regensburger Domspatzen, beschäftigt sich gern mit Musik aus allen Jahrhunderten.
  • Mit Stimme , verschiedenen Violen (Barock, Klassik, Carbon), einem mittelalterlichen Dudelsack, vielen Flöten, Maultrommel etc.
  • Ist Nikolaus stets auf Klangreisen: https://www.youtube.com/watch?v=VDy8hebeqLs&t=414s
  • Viola Studium in Nürnberg, Frankfurt und Freiburg, Basel U.a. bei Garth Knox und Walter Levin.
  • 1995 bis 2006 Solobratscher beim Ensemble Resonanz
  • 2006 bis 2021 im SonarQuartett Berlin
  • Seit 2005 Mitglied bei Ostrava Banda
  • Duo Brosautsch mit Andrew Digby https://nikolaus-schlierf.rocks/project/brosautsch/
  • Gern gesehener Gast bei allen Berliner Ensembles für zeitgenössische Musik
  • 2001 Uraufführung des Requiem für Viola Solo beim Fringe Festival in Edinburgh
  • 2003 Erster Preisträger des Hanns Eisler Wettbewerbs für Interpretation mit M. Schlabes und H.Koloska

Interpreten und Ort / Interprets and Location:

  • Nikolaus Schlierf
  • Reinhard Barby Haus Feldberg, innen und außen ST.Annenkirche Zepernick

 

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