Norbert Walter Peters: „Quis dabit mihi pennas“

„Quis dabit mihi pennas“, op.37 – Norbert Walter Peters, 2017/18 Dauer 5:07
(GEMA-Datenbankwerknummer: 19.374.623)

Eigenproduktion „Quis dabit mihi pennas“ © Bild/Ton by NWP 2017/18, Zweites „Moments Musicaux – et Visuels“.

Bedeutung des Titels „Quis dabit mihi pennas“: „Wer gibt mir dann Flügel – gleich der Taube“; Zeile aus dem 55. Psalm, den Manuel Cardoso 1625 in seiner Motette „Sitivit anima mea“ vertont hat. Ursprünglich bezieht sich das Werk als Klanginstallation oder vielmehr als eine ‚akustisch-skulpturale Arte Povera’ Arbeit (2017) u. a. auf Franz Kafka’s Erzählung „Der Jäger Gracchus“ aus dem Jahre 1917. Hierbei überkreuzt sich das ‚Taubenmotiv’ bei Kafka’s Erzählung mit dem ‚Taubenmotiv’ des 55. Psalms, den – als meine meditative Anleihe – Manuel Cardoso als einen Textbestandteil seiner Motette „Sitivit anima mea“ (1625) verwendet hat (CD Ensemble Vocal Européen, Philippe Herreweghe, 1997).

Ähnlich, wie in meinem ersten „Moments Musicaux – et Visuels“: „SonARA“, gibt es thematisch drei kommentierende Filmsequenzen – verwandelt u. a. im Stile des Stummfilm-Genres (iMovie-Effekte) –, welche einen Bezug zu Kafka’s Erzählung suchen:

  • die Einfahrt in den Hafen von Riva;
  • der Gang auf der „grossen Freitreppe“ durch die Stadt Riva; – der Blick in die ‚Oberwelt’ als ‚kafkaeskes Symbol’ für das „Zeit-Raum-Gefüge der ganzen Geschichte der Menschheit“ (Quelle: www-mahmood-falaki.com). https://de.wikipedia.org/wiki/Der_J%C3%A4ger_Gracchus

Biografie:

Norbert Walter Peters (* 17.03.1954 Stolberg/Aachen) Ist ein deutscher Komponist und Musiker, Klangkünstler, Bildender Künstler sowie Autor und Regisseur für Radiokunst.

Studium an der Hochschule für Musik Köln, Abteilung Aachen, in den Fächern Gitarre, Gesang und Renaissance-Laute, mit den weiteren Schwerpunkten Musiktheater und musikwissenschaftliche Forschung. Vervollständigung der musikalischen Ausbildung durch Kompositionsstudien.

Eine Vielzahl seiner Klanginstallationen, Hörstücke und Instrumentalkonzerte konnten durch Kompositionsaufträge realisiert werden: u. a. durch Produktionen der Kunst-Station St. Peter Köln und des Heidelberger Kunstvereins (Deutscher Musikrat-Stipendium) sowie des SWR Donaueschinger Musiktage, SR Saarbrücken, ORF Graz Musikprotokoll, DLR Kultur Berlin, BR München, Radio France Culture Atelier de Création Radiophonique.

Viele seiner Auftragswerke wurden in Australien/Neuseeland, Asien, Südamerika sowie Ost- und West-Europa gesendet.

Wichtige Werke:

  • 1991 „EKSIT“ als akustischer Kreuzweg (Klanginstallation) für die Kunst-Station St. Peter, Köln;
  • 1999 „vasí-on“ Klanginstallation für die Donaueschinger Musiktage;
  • 2000 „CavæTóna“ „Höhlenton“ (Stimme/Perkussion) als Hörstück für den Saarländischen Rundfunk;
  • 2005 „notá.thión – après le Déluge“ (Stimmen, Violoncello) Hörstück für Radio France Culture/DLR Berlin;
  • 2009 „beau son.ge – An Electric Fayerie“ Hörstück/Live-Konzert (Violoncello/Klarinette/Perkussion/E-Bass/Stimmen/E-Gitarre/Zuspielband) für den Saarländischen Rundfunk „Mouvement: American Dreams – Amerikanische (T)Räume“;
  • 2010 „dépot de beau songe“ Hörstück (E-Bass/Stimmen/Stimmen aphasisch kranker Menschen/Geräusche) für das DLR Kultur Berlin.

Siehe auch: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Walter_Peters

Interpreten und Ort:

Fotos: Cannobio (Lago Maggiore), I/Badenweiler (Südlicher Schwarzwald), D, Sommer 2017.

Herstellung der den Bildern unterlegten ‚Geräuschmusik’:

  • kompositorische Grundlage sind grafische Partituren, welche auf „Asphalt-Fotos“ aus dem Jahre 2003 basieren. Der Künstler Herbert Falken hat diese „Strassenzeichnungen“ italienischer Wanderarbeiter im südlichen Schwarzwald dokumentiert (Präsentation 2009/10 im Kölner KOLUMBA-Museum); Herbert Falken hat mir erlaubt, diese „Strassenzeichnungen“ als grafische Partituren zu nutzen; – Umsetzung in Notation mit Hilfe von SIBELIUS; – Instrumentierung mit der Software CONTIMBRE (database von authentischen Instrumenten für die Spieleffekte der Neuen Musik; entwickelt vom IT-Spezialisten und Klang-Regisseur beim SWR-Experimentalstudio, Thomas Hummel), benutze Effekte bzw. Instrumente: Streicher, Präpariertes Klavier, Tenorsaxophon.
  • Weiterverarbeitung, sprich Montage, Mix und Mastering, am Sequenzer LOGIC AUDIO (13-spurig).

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